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LIV Golf meldet genug Spieler-Zusagen für den Neustart 2027 mit BC Partners

Alan Shipnuck spekuliert über die Zukunft einiger LIV-Golfer. (Foto: Getty)

Laut Golf Channel hat LIV Golf genug mündliche Zusagen für „LIV 2.0“. Am 7. Oktober geht es vor Gericht weiter, am 13. Oktober endet die Frist.

LIV Golf hat beim Versuch, sich zu retten, einen wichtigen Schritt geschafft. Wie Golf Channel berichtet, haben genug Spieler mündlich zugesagt, um die Bedingungen für die Restrukturierung mit dem Finanzinvestor BC Partners zu erfüllen. Laut Golf Channel liegt die Liga damit deutlich über der geforderten Schwelle. Das berichtet auch Golf Magic am 4. Oktober. Endgültig entschieden ist damit aber noch nichts: Die Spieler haben noch bis zum 13. Oktober Zeit, ihre Zusage zu geben. Schon am 7. Oktober geht das Insolvenzverfahren vor Gericht weiter.

Die Schwelle für „LIV 2.0“

Der Vertrag mit BC Partners nennt zwei Bedingungen. Erstens muss mindestens die Hälfte der Spieler, die finanzielle Forderungen an die Liga haben, bei der neuen Version der Liga mitmachen. Zweitens müssen die Forderungen dieser Spieler zusammen mindestens zwei Drittel aller Spielerforderungen ausmachen. Laut Golf Channel hat LIV mehr als genug mündliche Zusagen gesammelt, um beide Bedingungen zu erfüllen.

Wird die Schwelle bis Mitte Oktober nicht erreicht, kommt die Finanzierung durch BC Partners wahrscheinlich nicht zustande. Das berichtet Yahoo Sports. Die geplante Rückkehr der Liga 2027 wäre damit stark gefährdet. Die Frist von 35 Tagen begann mit dem Insolvenzantrag. LIV Golf hatte am 8. September in New Jersey Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt.

300 Millionen Dollar und mehr Eigentum für die Spieler

Wie Golf.com aus den Insolvenzunterlagen berichtet, umfasst das Finanzierungspaket von BC Partners 300 Millionen Dollar. Die Spieler sollen 52,5 Prozent der neu aufgestellten Liga besitzen. Außerdem ist eine Beteiligung von rund 30 Prozent an den Teams vorgesehen. Zum Zeitpunkt des Antrags hatte LIV laut Golf.com noch etwa 15 Millionen Dollar an Betriebsmitteln. Bei Entlassungen im September verloren nach diesen Angaben 289 Beschäftigte ihre Stelle.

Ein Grund für die Lage: Der saudische Staatsfonds PIF hatte im April angekündigt, die Liga nach 2026 nicht mehr zu finanzieren. Das berichtet Golf Magic. In den Gerichtsunterlagen werden die Verbindlichkeiten auf 500 Millionen bis eine Milliarde Dollar geschätzt. Aktuelle und frühere Spieler haben laut Golf Magic Forderungen von mindestens 45 Millionen Dollar.

Rahm und DeChambeau entscheiden mit

Weil die zweite Bedingung nach der Höhe der Forderungen rechnet, kommt es besonders auf die großen Namen an. Laut Yahoo Sports stehen Jon Rahm, Bryson DeChambeau und Dustin Johnson mit zusammen rund 18,7 Millionen Dollar auf der Gläubigerliste. Für die europäischen Fans geht es auch um die Frage, wo Spieler wie Rahm in Zukunft antreten.

Nicht alle wollen bleiben. Sergio Garcia hat laut Golf Magic vor Gericht beantragt, das Ende seines Vertrags zu bestätigen oder ihm den Ausstieg zu erlauben. Seine Anwälte nennen die Unsicherheit als Grund, die seine Sponsoren und seine Turnierstarts belaste. 2027 will Garcia öfter auf der DP World Tour spielen.

Zehn Events für 2027 geplant

Für 2027 plant LIV laut Golf Magic einen deutlich kleineren Kalender. CEO Scott O'Neil nennt zehn Events: fünf Teamturniere und fünf Einzelturniere. Laut Yahoo Sports sagte O'Neil, das Verfahren solle „eine stärkere und nachhaltigere Zukunft für LIV Golf aufbauen“.

Für die Liga sind jetzt zwei Termine entscheidend. Am 7. Oktober geht das Verfahren vor Gericht weiter. Bis zum 13. Oktober müssen aus den mündlichen Zusagen endgültige Unterschriften werden.

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Originalquelle: www.golfpost.de →