
Ryan Fox ist der Sieger der British Open 2026 - und kann es selbst noch nicht so richtig fassen. Der Neuseeländer im Interview.
Der 19. Juli 2026 wird für immer ein ganz besonderer Tag für den Neuseeländer Ryan Fox werden. Denn die Nummer 56 der Welt hat an diesem Tag alle anderen hinter sich gelassen und die British Open 2026 gewonnen - der mit Abstand größte Erfolg seiner Karriere. Und auch er kann es im Anschluss danach noch nicht so richtig glauben.
British Open 2026: "Du träumst von solchen Momenten"
"Ich weiß gar nicht so richtig was ich gerade denken soll." So erlöst war Ryan Fox bei seiner Siegesrede nach seinem finalen Putt auf dem 18. Loch zum Sieg der British Open 2026. Denn für den 39 Jährigen ist ein lebenslanger Traum wahr geworden - Major Champion. "Du träumst von solchen Momenten. Ich weiß nicht, ob ich jemals daran geglaubt habe, dass er Wirklichkeit werden würde. Jetzt ist es soweit, und dass mein Name in die Geschichte dieses Sports eingegangen ist, ist schon ziemlich großartig."
Und auf eine Art und Weise von der jeder Golfer der schon Mal auf dem Grün gestanden hat selbst geträumt hat. Ein perfekter Schlag mit dem Eisen, der Ball landet 3,5 Meter vom Loch entfernt und so bietet sich die einmalige Chance - ein Birdie zum Major Sieg. "Ich habe gezittert", sagt Fox bei der Pressekonferenz. "Ich wollte den Ball nur irgendwie in Richtung Loch bringen. Der Schlag sah ziemlich gerade aus, und zum Glück ist er genau an der linken Kante reingegangen. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, die Putterfläche gerade genug zu halten, damit der Ball auf die Linie kam, aber ich nehme es gerne mit."
Neben dem Birdie auf der 18 erzielte Fox auch noch drei weitere Birdies auf den letzten sechs Löchern, doch das möglicherweise entscheidende Loch war das 15. Loch - ein Bogey für den Neuseeländer. Doch es hätte deutlich schlimmer werden können, denn sein Abschlag rollte gerade so in den Bunker und kreierte so einen unmöglichen Schlag für den 39 Jährigen. Doch anstatt einen heroischen Schlag aus dem Sand zu versuchen, schlug er den Ball zur Seite, schaffte das Up and Down und hielt sich so im Rennen um den Sieg. "Manchmal sind Bogeysgut – ich habe mich viel besser gefühlt, als ich das Grün verließ, nachdem ich auf diese Weise ein Bogey gespielt hatte, als ich es wahrscheinlich sogar getan hätte, wenn ich ein normales Par gespielt hätte."
Erster Major Sieger aus Neuseeland seit 2005
"Ich finde, das ist auch für Neuseeland ziemlich toll. Das wird dort unten ein Riesenerfolg werden." Denn Fox ist erst der dritte Major Sieger überhaupt aus Neuseeland und der erste seit Michael Campbells Sieg bei der US Open im Jahr 2005. "Ich weiß die Unterstützung von zu Hause sehr zu schätzen", freut er sich nach der Runde. "Am Montagmorgen werden viele Leute bei der Arbeit ziemlich kaputt sein, nachdem sie die ganze Nacht aufgeblieben sind, um das Spiel zu verfolgen. Ich bin froh, dass es sich für sie gelohnt hat."
Fox hat auch einen etwas besonderen Weg zum Profigolf. Denn erst Mitte seiner 20er Jahre schaffte Fox den Sprung in den Profibereich und erst 2024, mit 37 Jahren, sicherte er sich seine Tourkarte für die PGA Tour. "Ich habe gestern Abend beim Abendessen zu meinem Team gesagt: Wisst ihr, wenn man mir meine bisherige Karriere bis gestern, als ich Profi wurde, angeboten hätte, hätte ich sofort zugeschlagen." Doch jetzt hat Fox eine ganz andere Karriere. Als Major Champion ist er eine der Größen des Sports und ist dabei einen ganz anderen Weg als der Durchschnitt gegangen: "Ich liege im Moment definitiv nicht im Trend. Aber wenn ich mich jedes Jahr ein kleines bisschen verbessern kann, bin ich ziemlich zufrieden."
One kiss. One Claret Jug. pic.twitter.com/iuY0LJQ5g5
— The Open (@TheOpen) July 19, 2026
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