
Ryan Fox hat die British Open 2026 in dramatischer Art und Weise gewonnen. Mit einem Birdie auf der 18 triumphiert er auf dem Royal Birkdale.
British Open 2026: Unglaubliche letzte Löcher zum Major Sieg
Ryan Fox ging als zweiter Platz im letzten Flight des Tages auf seine Schlussrunde und am Ende kam es so zum perfekten Ende der 154. British Open. Dabei ging es gar nicht so gut für den Neuseeländer los. Ein Birdie auf der 2 blieb sein letzter Schlaggewinn bis zum 13. Loch, während er auf der 9 und der 11 Bogeys kassierte und auf 7 unter Par zurückfiel - Ein Rückstand von zwei Schlägen auf den zu dem Zeitpunkt bereits im Clubhaus sitzenden Cameron Young. Doch dann begann die Stunde des Ryan Fox. Birdies auf der 13 und der 14, um mit Young gleichzuziehen, bevor ihm auf der 15 der Abschlag abrutschte und schwierig im Bunker landete. Und dort zeigte sich die ganze Erfahrung von Ryan Fox. Statt auf den Heldenschlag aus dem Sand zu gehen, spielte er den Ball nur sicher aus dem Bunker raus und traf zum Bogey - eine Entscheidung die sich als Glücksgriff rausstellte. Denn auf der 16 zeigte er sein ganzes Selbstvertrauen und traf aus über 3 Metern zum Putt, um wieder auf den geteilten 1. Platz zu klettern. Nach einem Par auf der 17 sah dann alles nach einem 3-Loch Playoff um den Sieg aus, doch Fox hatte andere Pläne. Auf der 18 spielte er das vermutlich beste Golf, was man auf diesem Loch spielen kann. Seinen Drive schlug er mit vollem Risiko 300 Meter weit direkt über die schwierigen Fairway Bunker. Doch das war ihm nicht genug. Seinen Eisenschlag schlug er aus 157 Metern perfekt knapp 3 Meter neben das Loch und behielt dann auch noch ein weiteres Mal die Nerven - Ohne etwas anbrennen zu lassen traf er den Putt, riss die Fäuste in die Höhe und feierte den ersten Major Titel seiner Karriere. Als 56. Platz in der offiziellen Rangliste ist Fox, der niedrigste Sieger der British Open seit Darren Clarke im Jahr 2011.
Der Leidtragende des Siegesputts war der Amerikaner Cameron Young. Der Sieger der Players Championship 2026 ging nach einer 73 am Samstag eher mit einer Außenseiter Chance in den Finaltag, doch von vorne rein zeigte er, dass er sich selbst eine größere Chance ausrechnet. Mit vier Birdies auf den ersten fünf Löchern kletterte er schnell das Leaderboard nach oben und legte auf dem 9. Loch noch ein fünftes nach, um auf 8 unter Par zu klettern. "Ich war eigentlich einfach nur stolz darauf, wie ich die Runde zusammengestellt habe, wie ich sie gespielt habe – mehr noch als auf die Runde selbst. Gestern war es hart. Es ist einer dieser Abende, an denen man irgendwie niedergeschlagen ist", sagt er nach seiner Runde. "Heute bin ich rausgegangen und hatte das Gefühl, den ganzen Tag über einen klaren Kopf gehabt zu haben. Ich hatte eine ganz klare Vorstellung davon, was ich tun wollte." Und auf der Back Nine legte er auf der 14 und der 17 noch zwei weitere Birdies nach und lag so bei 10 unter Par nach 17 Löchern. Doch des einen Freud, ist des anderen Leid. Während Fox am Ende aufgrund des Birdies auf der 18 den Major Titel gewinnen konnte, war es ein Bogey auf dem finalen Loch einige Stunden vorher, das Young die 10 unter Par, und damit einen potenziellen Majorsieg kostete.
Scheffler und Fleetwood landen in den Top 5
Bis zu seinem letzten Loch konnte auch der Sieger des vergangenen Jahres, Scottie Scheffler auf einen Score von 9 unter Par hoffen. Der Weltranglisten Erste startete schnell auf seine Runde und lag nach fünf Löchern bereits bei 3 unter Par und machte so schon früh etwas Druck auf die Spitze. Danach beruhigte sich sein Spiel jedoch zunächst und sein nächstes Birdie fiel erst auf dem 12. Loch. Nach zwei Bogeys auf der 13 und der 15 sah es dann eigentlich aus als ob Scheffler am Ende doch keine Chance mehr auf den Sieg hätte. Doch Scottie Scheffler machte daraufhin Sachen, die ein Scottie Scheffler eben machen kann. Auf der 16 trifft er den Putt aus knapp 4 Metern zum Birdie und auch auf der 17 kann er, trotz zwei wilden Schlägen zu Beginn, ein weiteres Birdie zur -8 erzielen. Und so galt für Scheffler auf der 18 volles Risiko, um mit dem Führenden im Clubhaus, Cameron Young, gleichzuziehen. Dort rutschte ihm dann jedoch sein zweiter Schlag wiederholt etwas ab und so musste er den Ball von Abseits des Grüns zum Birdie putten. Das gelang selbst ihm nicht und so wurde es am Ende sogar das Bogey zur -7, welches für den geteilten 4. Platz reichte.
Diesen teilt er sich mit dem Lokalhelden Tommy Fleetwood. Am Ende kostete den Engländer eine schlechte Phase rund um den Start der Back Nine eine Chance auf den Heim- und ersten Majorsieg. Dabei startete er ebenfalls stark mit drei Birdies auf den ersten acht Löchern auf seine Finalrunde. Doch dann geriet ihm auf der 9 sein Annäherungsschlag zu lang, sodass er sein erstes Bogey spielte und verpasste zum Start der Back Nine gleich zwei Mal seine Par Putts, sodass er auf 5 unter Par zurückfiel. Er beendet sein Turnier dann jedoch noch mit Stil und erzielte zur Freude der Heimfans noch zwei Birdies zum Abschluss, um den geteilten 4. Platz zu erreichen.
Unzufriedenheit bei McIlroy und Straka
Auch am letzten Tag schaffte es Rory McIlroy nicht seine gewohnten Leistungen abzurufen. Mit vier Birdies, aber auch drei Bogeys und einem Doppelbogey auf der 16 spielte er insgesamt eine 71, die seinen Score für die Woche auf 1 unter Par brachte. Damit landete er am Ende auf einem für ihn enttäuschenden geteilten 41. Platz und war nach dem Turnier auch nicht vom renovierten Platz des Royal Birkdale angetan: "Ich habe den Eindruck, dass durch viele der vorgenommenen Änderungen, den angehobenen Grüns und die vielen Höhenunterschiede, der Platz sich nicht mehr wie ein traditioneller Links-Platz gespielt hat", sagt er nach seiner Runde.
Genau wie McIlroy erlebte auch Sepp Straka kein erfolgreiches Wochenende. Nach seiner 74 am Samstag, folgte am Sonntag eine 72, die seinen Gesamtscore auf Insgesamt 4 über Par brachte. Am Ende waren es am Wochenende einfach zu viele Fehler des Österreichers, der am Sonntag zwar vier Birdies spielte, aber auch sechs Mal erst zum Bogey einlochte.
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— The Open (@TheOpen) July 19, 2026
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