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McIlroy nach British Open 2026: „Ich kam einfach nie in den Flow“

Rory McIlroy blickt eher unzufrieden auf seine Woche bei der British Open 2026 zurück (Foto: Getty)

Bei der British Open 2026 fand Rory McIlroy nie seinen Rhythmus. Im Interview spricht er über die Runde, die Saison und seine Zukunftspläne.

Rory McIlroy hat bei der British Open 2026 in Royal Birkdale keine Rolle im Kampf um den Claret Jug gespielt – und machte daraus im Mixed Zone-Interview am Sonntag keinen Hehl. "Ich bin die meiste Zeit der Woche einfach nicht in Fahrt gekommen", resümierte der Nordire seine Leistung bei der 154. Auflage des ältesten Majors der Golfwelt. Nur eine starke Runde am Freitag habe ihn überhaupt für das Wochenende gerettet, ein Par-Schnitt am Wochenende reiche für vorne aber nicht aus.

British Open 2026: Frustrierende Woche trotz starkem Auftritt vom Tee

Als Grund für die durchwachsene Leistung bei der British Open 2026 nannte McIlroy auch den veränderten Charakter des Platzes selbst: "Mit vielen der Umbauten, den angehobenen Grüns und den vielen Abhängen, hat sich der Platz nicht wie ein klassischer Links-Kurs gespielt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich den Ball auf viele Grüns anrollen lassen konnte." Ausdrücklich betonte er aber: "Ich sage nicht, dass das der Grund ist, warum ich diese Woche nicht gut gespielt habe, aber es war einfach nicht der typische Links-Test, den Birkdale 2017 geboten hat."

Auch die Grünsituation insgesamt beschäftigte den Nordiren: "Man hat diese Flecken auf dem Grün, die sehr grün sind, und dann Flecken, die es nicht sind. Man kann eine trockene Stelle erwischen, und der Ball springt weiter. Oder man erwischt eine schwammige Stelle, und der Ball bleibt einfach liegen, wo er auftrifft." Man müsse regelrecht auf die Farbe des Grüns schauen, um einzuschätzen, ob ein Putt schnell oder langsam werde, so McIlroy. Positiv hob er dagegen sein Drivereisen hervor: Seit einer Umstellung auf einen schwereren Driver, welches er circa beim Memorial Tournament eingeführt hat, sei seine Länge vom Abschlag wieder ein verlässlicher Faktor, nachdem er zu Saisonbeginn vor allem mit der Präzision gekämpft hatte: "Vor allem was die Genauigkeit angeht. Die Länge ist die Länge, die werde ich immer haben, aber den Ball mit dem Driver einfach etwas öfter im Spiel zu halten, war zu Saisonbeginn ein Kampf – und das habe ich jetzt herausgefunden."

Saisonbilanz und Ausblick auf Race to Dubai und FedExCup

Mit Blick auf die verbleibende Saison zog McIlroy eine Parallele zum Vorjahr: "Diese Saison fühlt sich der letzten sehr ähnlich an. Ich habe klar das erste Major des Jahres gewonnen, bin danach etwas abgefallen, aber wann immer man in einem Jahr ein Major gewinnt, muss man damit zufrieden sein." Er räumte ein, sich für die Würdigung dieses Erfolgs bislang kaum Zeit genommen zu haben: "Poppy hat noch vier weitere Wochen schulfrei, bis sie wieder zur Schule geht. Ich werde die Sommerferien mit ihr und Erica einfach genießen. Ja, darauf freue ich mich am meisten."

Für den Rest der Saison peilt McIlroy einen Platz unter den Top 30 vor der TOUR Championship sowie eine gute Ausgangsposition in der Race to Dubai an, um in beiden Wertungen um den Titel mitspielen zu können. Konkret angekündigt hat er seinen Start beim Irish Open auf heimischem Boden, ebenso wie seine Auftritte auf der internationalen DP-World-Tour-Schiene in Indien, dem Nahen Osten und Australien. Vor dem FedExCup-Auftakt beim St. Jude Championship wird McIlroy dagegen nicht mehr antreten.

Auch räumte er unumwunden ein, dass ihn FedExCup und PGA TOUR aktuell weniger reizen als frühere Wettbewerbe wie der Grand Slam der Majors: Auf die direkte Frage, ob das fair sei, antwortete er schlicht: "Ja, das stimmt." Eine echte Erklärung dafür habe er nicht: "Nicht wirklich. Ich glaube, das kommt und geht einfach in Wellen. Es gab Jahre, in denen ich dem vielleicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe, und Jahre, in denen nicht. Ich bin einfach an einem Punkt, an dem ich andere Dinge priorisiere." Das neue Format, bei dem allein ein Platz in den Top 30 und nicht die tatsächliche Platzierung vor der TOUR Championship zähle, nehme zudem den Reiz der vorangegangenen Play-off-Events: "Warum sollte es mich also kümmern, wie ich in den ersten beiden Events abschneide?"

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